Von Hexenpflanzen und dem Nachtschaden

Andreas | News | Freitag, Juni 27th, 2008

Die „Hexen“ des Europäischen Mittelalters waren vor allem kräuterkundige weise Frauen, die oft als Hebammen tätig waren. Sie wußten von der Heilwirkung der Pflanzen und deren Zusammenhängen mit kosmischen Kräften wie Mondphasen. Wenn wir heute von „Hexenpflanzen“ sprechen meinen wir meistens jene Arten aus der Familie der Nachtschattengewächse die als Zauberpflanzen dienten. Das Wort Nachtschatten stammt vom mittelalterlichen Nachtschaden ab, was soviel wie Alptraum bedeutet. Die Nachtschattengewächse galten sozusagen als Heilmittel gegen den Nachtschaden. Aber auch in den berüchtigten Flugsalben waren sie enthalten. Flugsalben wurden auf die Haut aufgebracht und führten wohl zu einer Art „körperlosen Reise“. Sie enthielten oft Stechapfel, Bilsenkraut, Alraune und Tollkirsche. Eine lebensgefährliche Angelegenheit, da diese hochgiftigen Pflanzen kaum zu dosieren sind. Ihre Kräuter bauten die weisen Frauen oft an geheimen Orten an um keine Aufmerksamkeit bei christlichen Geistlichen zu erregen. Diese Anbaugebiete lagen oft zerstreut in der Natur.

Heute sind Nachtschattengewächse wie die Engelstrompete beliebte Zierpflanzen für Balkon und Terrasse. Linktip: Auf gartengemeinschaft.de finden Sie Infos zum Anbau von Engelstrompeten.

1 Kommentar »

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    Pingback by ► Woher kommt der Name Nachtschattengewächse? — 24. November 2010 @ 00:26

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