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24. Oktober 2017

Wildtomaten im Herbst

Filed under: News — Andreas Fái-Pozsár @ 17:59

Die Robustheit der Wildtomate ist schon beeindruckend – auch jetzt im Spätherbst reifen immer noch Früchte aus. Diese werden später herunterfallen und mit etwas Glück im nächsten Jahr keimen. So vermehrt sich die Wildtomate durch Selbstaussaat recht erfolgreich. Die Pflanzen stehen bei mir direkt an einer Mauer aus Natursteinen. Die Steine bieten den Wildtomaten eine gute Gelegenheit zum Klettern – sie schaffen es dort ca 2 Meter hochzuklettern, und halten sich dabei in den Mauerspalten fest.

Wissenswertes über die Wildtomate

Die Wildtomate (Solanum pimpinellifolium) ist heute die wohl ursprünglichste Form der Tomate, die wir noch bekommen können.  Sie wächst hervorragend in unseren Breiten
und kommt heute noch im nördlichen Südamerika als wild wachsende Staude vor. Ihre Früchte sind rot und mit einem Durchmesser von 1,5 cm eher klein, überraschen aber mit einem hervorragenden intensiven mild-süßen Geschmack und eignen sich damit ausgezeichnet für einen Naschgarten.
Die Pflanze ist sehr ertragreich und kann auf guten Böden bis zu 1000 Früchte produzieren.
Insgesamt ist der Anbau zwar ähnlich wie bei unseren Tomatenzüchtungen, aber sehr viel unkomplizierter, denn die Wildtomate wächst eher strauchartig, muss nicht ausgegeizt werden und braucht kaum Pflege.
Sie ist widerstandsfähig gegen die Kraut- und Braunfäule. Feuchte und verregnete Sommer kann sie ohne übliche Tomatenkrankheiten überstehen. Unempfindlich ist sie zudem gegen Spätfrost und kaltes Wetter. Sie gedeiht im Topf ebenso gut wie im Freiland. Karge Standorte wie an Mauern oder Zäunen besiedelt sie mit bestens. Dort ist die Wildtomate ein echter Hingucker.
Die Wildtomate ist äußerst robust und wüchsig. Man sollte deswegen ca. 2 m² Platz pro Pflanze einplanen.
Ähnlich wie die Kartoffel stammt die Tomate aus Südamerika und wurde erst nach Kolumbus in Europa eingeführt. Zunächst als Pomi d’oro also Goldener Apfel bezeichnet sind unzählige Namen zum Teil noch heute im Umlauf. Die noch heute im Alpenraum gebräuchliche Bezeichnung Paradeiser (Paradiesapfel, Liebesapfel) zeugt von einer offenbar die Phantasie anregenden Wirkung von Form und Farbe.

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