Schnell ein Frühbeet bauen mit natürlicher Heizung, dann kann das erste Gemüse bald geerntet werden

gunilla | News,Pflanzen | Donnerstag, März 4th, 2010

Warscheinlich ist es dieses Jahr vielen Menschen so gegangen wie mir.

Nach den schneereichen und gefühlt endlos langen Wintertagen und dem Mangel an Sonnenlicht über Wochen, haben mich die spürbar länger werdenden Tage und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen verleitet, schon das erste Gemüse in meinem Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank  anzusäen.
Bewaffnet mit Heizmatte, Thermometer und Baldrianblüten-Extrakt war ich sofort bereit für neue Experimente:

Jemand hatte mir den Tip gegeben, die Samen vor dem endgültigen aussäen in einer Lösung aus Baldrianblüten-Extrakt und warmen Wasser für ein paar Stunden vorquellen zu lassen und auch die Idee mit dem beheizten Zimmergewächshaus war mir bis dahin als „nicht unbedingt notwendig“ für einfaches Gemüse vorgekommen.

Eine sehr ausführliche Anleitung zur Benutzung und Bestückung eines Minigewächshauses fand ich hier beim Gewächshaus-Shop.com: Pflanzanleitung für das Zimmergewächshaus
Völlig überraschend konnte ich drei Tage nach dem Aussäen schon etliche kleine Keimlinge erblicken und nun nach nur 10 Tagen sieht das Ergebnis so aus:
Keimlinge
Meine Freude war riesig! Aber mit so einer wahnsinns Zeitverkürzung beim Keimprozess hatte ich nun wirklich nicht gerechnet und so habe ich nun anfang März etliche kleine und gesunde Tomaten-, Kohlrabi- und Chillipflanzen auf meiner Fensterbank stehen und weiß nicht, wohin mit ihnen, da meine Wohnung nur begrenzt Platz bietet und die längeren frostfreien Perioden draussen noch etwas auf sich warten lassen werden.
Die Idee, um diesem Problem zu Leibe rücken zu können, entwickelte sich sehr schnell und so muß nun ein Frühbeet her.
Selbst gebaut ist es ganz schnell. Man benötigt nur ein paar alte Bretter, die mindestens eine Stärke von 20 mm haben sollten, für den Rahmen. Vier angespitzte Latten als Eckpfosten, pflanzenverträgliches Holzschutzmittel für den Aussenbereich und eine Möglichkeit der Abdeckung. Zum Glück hatte ich noch zwei alte Fenster in der Garage, aber man kann sich auch sogenannte Hohlkammer- beziehungsweise Stegdoppelplatten aus Acryl im Baumarkt kaufen. Diese haben den Vorteil, dass sie bedeutend leichter sind.

Aus diesen Materialien einen passenden Kasten zusammenschrauben. Die Maße orientieren sich entweder an den vorhandenen Fenstern oder an den Platzverhältnissen. Ein übliches Maß wäre 0,8 bis 1 m im Quadrat. Der Kasten selbst sollte mindestens eine Höhe von 30 cm erreichen und kann nach belieben natürlich höher werden. Wichtig ist noch, dass die Rückwand ca. 10 bis 15 cm höher sein sollte wie die Vorderwand, so dass die Abdeckung des Frühbeetkastens in einem optimalen schrägen Winkel zum Liegen kommt. Auf diese Art und Weise erreicht man die umfassendste Licht- und Wärmeausbeute der Sonneneinstrahlung. Die Abdeckung kann man mit Hilfe von Scharnieren an der Rückwand befestigen. So lassen sich die Fenster zum Lüften gut öffnen. Empfehlenswert ist ebenfalls ein Riegel, der das Fenster bei Sturm in der Verankerung hält beziehungsweise eine Feststellung zum Lüften.

Nun kommt aber der Clou, warum meine Gemüsepflanzen auch zu dieser frühen und doch sehr unsicheren Jahreszeit trotzdem ins Frühbeet umziehen können:
Das Mistbeet
Kombiniert man nämlich den Frühbeetkasten mit einer Packung aus gut angelagerten und strohreichen Pferdemist, so hat man eine tolle kostenfreie Heizquelle inklusive.

Hierfür hebt man den Boden im Frühbeetkasten ungefähr 50 cm tief aus. Zum Schutz vor Wühlmäusen empfiehlt sich eine Lage engen Maschendrahts als Unterlage. Darauf kommt erst eine ca . 10 cm dicke Schicht aus sauberem Stroh oder trockenem Laub zur Isolation vor möglichem Bodenfrost. Eine ca. 30 cm dicke Schicht aus eben beschriebenen Stallmist folgt darauf. Beides gut mit den Füßen zusammenstampfen und verdichten. Schließt man das Frühbeet nun, so entstehen wirklich hohe Temperaturen im Inneren durch die beginnenden Verrottungsvorgänge. Man sollte daher ein paar Tage warten, bis man auf die Mistpackung die eigentlich oberste Schicht aus einem Gemisch von Erde und guten Gartenkompost auf. Hier hinein pflanze ich nun bald meine zahlreichen Gemüsepflänzchen.

Die andauernden Verrottungsprozesse werden über einige Wochen den Boden erwärmen und bieten zusätzlich viele Nährstoffe für ein gutes Wachstum der Pflanzen.
Das Mistbeet hat im übrigen schon eine jahrhundertealte Tradition, denn gerade in Zeiten ohne Elektrizität war der Mensch sehr erfinderisch und entwickelte tolle Ideen bei der Beobachtung der Natur, um sich deren natürliche Vorgänge zu nutzen zu machen.

Derjenige der auf dem Balkon oder in der Wohnung seine Pflanzen weiter kultivieren möchte, muß sich nach Blumentöpfen umschauen oder auf den Altbestand an gebräuchten Töpfen umsteigen.

Funkie – Staude des Jahres 2009

Andreas | Pflanzen | Montag, Januar 26th, 2009

Die Funkie (bot. Hosta), auch Herblattlilie genannt, wurde vom Bund
deutscher Staudengärtner (BdS) zur Staude des Jahres 2009 gewählt.

Die Blattschmuckstaude fühlt sich besonders im halbschattigen und schattigen
Bereichen mit feuchten Böden wohl. Auch an Gartenteichen passt es ihnen
meist sehr gut. Als Nachbarn empfehlen sich besonders Gräser, Farne und
andere Halbschattenstauden. Doch die Staude findet man nicht nur im Garten.
Sie findet auch als Kübelpflanze oder in Blumensträußen Verwendung.

Funkien sind langlebig, robust und damit auch sehr pflegeleicht. Sie sollten
lediglich im Frühjahr beim Austreiben auf Schneckenbefall kontrolliert
werden.

Die Blätter der Herblattlilie variieren je nach Sorte, bei Farbe (grün,
weiß, gelb, bläulich) Form und Größe (ca. 15 bis 70 cm), sehr stark. Je nach
Sorte bilden sie von Juni bis September glockenförmige weiße oder violette
Blüten.

Die Anzahl der Sorten ist mittlerweile fast unüberschaubar.

Pflanzenmusik

Andreas | Pflanzen | Sonntag, Juni 22nd, 2008

Musik mit Gemüse? Wie geht das? mehr lesen „< ?php the_title(); ?>“ »

Guter Heinrich in der Küche

Andreas | Pflanzen | Montag, Juni 9th, 2008

Guter Heinrich wird vermutlich schon seit der Steinzeit als Nahrungsmittel und Heilpflanze verwendet. Überreste der Pflanze wurden im Magen von erhaltenen menschlichen Körper aus der Eisenzeit gefunden. Im 19 Jh. ging der Gebrauch der Pflanze langsam zurück. mehr lesen „< ?php the_title(); ?>“ »

Älteste keimfähige Samen

Andreas | Pflanzen | Montag, Juli 9th, 2007

Im Jahr 2005 gab es ein spektakuläres Experiment – 2000 Jahre alte Dattel-Samen wurden zum Keimen gebracht. mehr lesen „< ?php the_title(); ?>“ »

Tabak im Garten anbauen

Andreas | garten,Pflanzen | Mittwoch, Juni 13th, 2007

Neuerdings erfreut sich die alte Tradition des eigenen Tabakanbaus wieder großer Beliebtheit. mehr lesen „< ?php the_title(); ?>“ »

Wildformen heimischer Körnerpflanzen (Cannabis ruderalis und Papaver setigerum)

Andreas | Pflanzen | Freitag, Juni 1st, 2007

Neulich habe ich beim Sortieren von Pflanzenbildern ein par interessante Aufnahmen gefunden. Es sind Bilder von Cannabis ruderalis und Papaver setigerum. mehr lesen „< ?php the_title(); ?>“ »